Leben in Deutschland: Religion und Weltanschauung practice questions

There is no state church. Belief, changing belief and having none are protected. Church tax is paid by members of a community for which the tax is collected, not by everyone.

Question 1

Die Eltern eines Kindes wollen nicht, dass es am Religionsunterricht teilnimmt. Dürfen sie das entscheiden?

  1. Ja. Die Erziehungsberechtigten bestimmen über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht.
  2. Nein. Jedes Kind muss den Unterricht einer vom Staat bestimmten Kirche besuchen, die Eltern haben kein Wahlrecht.
  3. Nein. Nur der Bundesrat kann ein Kind vom Religionsunterricht befreien.
  4. Ja, aber nur wenn das Kind bereits volljährig ist.

Answer: Ja. Die Erziehungsberechtigten bestimmen über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht.

Artikel 7 Absatz 2 des Grundgesetzes gibt den Erziehungsberechtigten das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen. Eine Staatskirche legt den Unterricht nicht fest, und der Bundesrat befreit nicht einzeln. Das Recht gilt für das schulpflichtige Kind, nicht erst ab der Volljährigkeit.

Question 2

In einer Stadt leben Christinnen, Muslime, Jüdinnen und Menschen ohne Religion. Was ist damit vereinbar?

  1. Alle müssen der größten Gemeinde der Stadt beitreten, andere Glaubensweisen sind unzulässig.
  2. Der Staat schreibt keine Religion vor. Verschiedene Glaubensweisen und keine sind zulässig.
  3. Nur eine Religionsgemeinschaft darf ein Gebetshaus unterhalten.
  4. Menschen ohne Religion müssen eine Ersatzkirche wählen.

Answer: Der Staat schreibt keine Religion vor. Verschiedene Glaubensweisen und keine sind zulässig.

Artikel 4 des Grundgesetzes und das Fehlen einer Staatskirche lassen nebeneinander verschiedene Religionen und auch keine Religion zu. Eine Pflicht zum Beitritt oder zu einem Ersatzbekenntnis gibt es nicht. Gebetshäuser sind nicht auf eine Gemeinschaft beschränkt.

Question 3

Warum ist der Sonntag nicht einfach ein normaler Arbeitstag wie jeder andere?

  1. Weil an Sonntagen das Briefgeheimnis ausgesetzt ist und Briefe geöffnet werden dürfen.
  2. Weil der Bundestag nur sonntags tagen darf.
  3. Sonntage und anerkannte Feiertage sind als Tage der Arbeitsruhe gesetzlich geschützt.
  4. Weil an Sonntagen jede private Verabredung verboten ist.

Answer: Sonntage und anerkannte Feiertage sind als Tage der Arbeitsruhe gesetzlich geschützt.

Über Artikel 140 des Grundgesetzes bleiben der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung geschützt. Das hebt nicht das Briefgeheimnis auf, zwingt den Bundestag nicht auf den Sonntag und verbietet keine private Verabredung.